Dreimal Gold! Damen retten UJZ-Ehre
zurückDass Haugeneders Laune nicht im Keller war, dafür sorgte die Mühlviertler Damen-Riege. Silvia Schlagnitweit (bis 78 kg) und Marianne Hollensteiner (über 78) fuhren ihren jeweils neunten Titel ein. Die erst 16-jährige Nicole Kaiser (bis 48) kletterte gleich bei ihrem Staatsmeisterschafts-Debüt auf das oberste Treppchen."Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal bei den Herren keinen Staatsmeister hatten", resümierte UJZ-Boss Franz Haugeneder nach geschlagener Meisterschaft. 2004 in Leibnitz kam dies das letzte Mal vor.
Die Herren bereiteten Haugeneder hingegen wenig Freude. Lediglich zwei Zweite durch Daniel Allerstorfer (über 100) und Reini Pühringer (bis 60) schauten heraus. Die Bilanz vollendeten Katharina Kaiser (bis 48), Julia Schiefermüller (bis 57) und Georg Reiter (wegen Krankheit bis 73) mit jeweils Bronze.
Scharinger überraschend out
Scharinger überraschend out
"Unsere Damen haben dafür gesorgt, dass wir heute glimpflich davon gekommen sind", spielt Haugeneder auf den zweiten Platz in der Vereinswertung hinter Flachgau (vier Titel) an.
Das "männliche Übel" zeichnete sich früh ab. Peter Scharinger (bis 73) musste die Operation Titelverteidigung bereits nach knapp 30 Sekunden begraben.
Von Vöcklabrucks Alexander Froschauer wurde er bei einem Sode-Angriff nach hinten gekontert - Ippon. Scharinger war am Boden zerstört, denn auch die Trostrunde blieb ihm verwehrt.
Von Vöcklabrucks Alexander Froschauer wurde er bei einem Sode-Angriff nach hinten gekontert - Ippon. Scharinger war am Boden zerstört, denn auch die Trostrunde blieb ihm verwehrt.
Wenig besser erging es seinen Gewichtsklassen-Kollegen Martin Schlögl (gegen Steinlechner) und Martin Dobersberger (gegen Manuel Helm), die ebenfalls in der ersten Runde das Zeitliche segneten.
Schlagnitweits Rechenspiele
Schlagnitweits Rechenspiele"Das ganze Pech, das wir heute hatten, hat sich in Silvias Kampf wieder aufgewogen", meinte Pepi Reiter nach "Schlaggis" neuntem Streich, der von der Dramaturgie nicht spannender hätte zustande kommen können.
Die 33-Jährige hatte im fünfköpfigen Feld (Modus: jeder gegen jeden) nur eine Niederlage zu Buche stehen und benötigte im abschließenden Duell mit Pinzgaus Nadine Pichler aufgrund der außergewöhnlichen Konstellation einen Ippon-Sieg.
Die 33-Jährige hatte im fünfköpfigen Feld (Modus: jeder gegen jeden) nur eine Niederlage zu Buche stehen und benötigte im abschließenden Duell mit Pinzgaus Nadine Pichler aufgrund der außergewöhnlichen Konstellation einen Ippon-Sieg.
Die Niederkapplerin lag eine halbe Minute vor Schluss allerdings nur mit Yuko voran, was nur für Platz zwei gereicht hätte. Pichler glich wenige Sekunden vor Schluss noch aus. Der Kampf musste in das Golden Score, wo Schlagnitweit den nicht mehr für möglich geglaubten Ippon durch einen linken Harai-maki-kome erzielte.
"Ein Wahnsinn", jubelte Schlagnitweit. Gewollt war der Kampfverlauf freilich nicht. "Im Golden Score habe ich nur noch daran gedacht, den Kampf noch irgendwie zu gewinnen. Ippon war mir egal."
Wettrennen im Staatsmeisterranking
"Ein Wahnsinn", jubelte Schlagnitweit. Gewollt war der Kampfverlauf freilich nicht. "Im Golden Score habe ich nur noch daran gedacht, den Kampf noch irgendwie zu gewinnen. Ippon war mir egal."
Wettrennen im StaatsmeisterrankingSchlagnitweit legte für Hollensteiner vor, die sich nicht lumpen ließ und in der ewigen UJZ-Staatsmeisterrangliste mit einem Yuko-Sieg über die Wattenerin Sarah Mühlegger wieder gleichzog.
Etwas verhalten fiel die erste Reatkion von Nici Kaiser nach ihrem Final-Ippon (Konterwurf) über Samurais Valentina Schauer aus. "Ich habe es noch nicht geglaubt. Ich dachte, einer der Seitenkampfrichter setzt die Wertung noch herunter", so die St. Martinerin. Der Ippon blieb und so war der erste Titel in ihrer noch jungen Karriere Realität.
In hohem Bogen
In hohem Bogen
Die Finaldarbietungen der UJZ-Herren verkamen mehr zu Flug-Vorstellungen, allerdings mit negativem Ende für die Mühlviertler. Zuerst wurde Pühringer von "Wieder-Flachgauer" Roland Stegmüller mit einem sehenswerten O-goshi weggeschossen, dann wurde Allerstorfer von Pinzgaus Rupert Rieß mit Ippon von der Matte (im wahrsten Sinne des Wortes:) gefegt.
Der krankheitsbedingte Ausfall von Titelverteidiger Albert Fercher konnte bis 81 Kilo nicht wettgemacht werden. Rene Schaubmayr scheiterte in Runde zwei an Galaxys Stefan Kuciara, Peter Pfistermüller nach zwei Siegen an Manuel Novotny.Huemer muss weiter warten
Driton Shala scheiterte bis 66 kg gleich zum Auftakt an Salzburgs Peter Kirchmair mit Ippon.
Mathias Huemer (bis 60) war mit dem Vorsatz gestartet, seine erste Staats-Medaille zu holen. Nach verheißungsvollem Beginn (Sieg über Vöcklabrucks Dominik Waldhör) unterlag er Stegmüller nach guter Leistung mit Waza-ari. Im Rennen um Bronze stolperte er schließlich über das Harai-goshi-Bein von Galaxys Stefan Kudera.
Mathias Huemer (bis 60) war mit dem Vorsatz gestartet, seine erste Staats-Medaille zu holen. Nach verheißungsvollem Beginn (Sieg über Vöcklabrucks Dominik Waldhör) unterlag er Stegmüller nach guter Leistung mit Waza-ari. Im Rennen um Bronze stolperte er schließlich über das Harai-goshi-Bein von Galaxys Stefan Kudera.








