Melanie Weichselbaumer ist Europameisterin im Orientierungsreiten - Österreich holt sich Mannschaftssieg vor Portugal und Frankreich
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Die Mathematik- und Chemiestudentin jubelt nach ihrem Sieg: "Mein Pferd hat gewusst, um was es geht." Der 14-jährige Haflinger Nesco trug seine Reiterin sicher durchs Gelände und die Prüfungen. Weichselbaumer holt sich den Sieg vor Maude Radelet aus der Schweiz und dem Schönauer Lokalmatador, Michael Kriechbaumer. Auch in der Mannschaft gab es Gold für die Österreicher, die vor Portugal und Frankreich siegen.
"Sie war mein stiller Geheimtipp", sagt Nationaltrainer Günther Michel freudestrahlend. Melanie hatte konstant gute Leistungen gebracht, immer wieder zweite und dritte Plätze und einen fünften Platz bei der letzten Europameisterschaft in Frankreich, aber ganz oben am Stockerl stand sie noch nie.
"Melanie hatte oft mit Nervosität zu kämpfen", erinnert sich der Trainer. Bei den letzten Europameisterschaften bat sie sogar darum, aus der Mannschaft genommen zu werden und als Einzelstarterin ins Rennen zu gehen, weil ein Start für die Mannschaft sie zu sehr belastet hätte. Aber diese Mal bewies sie starke Nerven und holte sich Gold mit der Mannschaft und für sich selbst den Europameistertitel. Am Start waren unter anderem Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Frankreich, Portugal, Italien, Schweiz, Niederlande, Schweden, Deutschland und Großbritannien.
"Das war der Abschluss, den ich mir gewünscht habe", sagt Melanie Weichselbaumer. Sie entwächst nächstes Jahr dem Juniorenalter und heuer war die letzte Gelegenheit, in dieser Klasse aufzutrumpfen. Jetzt steht erst einmal das Studium ganz oben auf der Tagesordnung. Obwohl sich schon ein Glitzern in Melanies Augen schleicht, bei dem Gedanken, auch in der Seniorenklasse einmal ganz oben zu stehen.
Auch die Gespannfahrer brachten hervorragenden Leistungen Johann Lumetsberger aus Mönchdorf gewann die erstmals ausgetragenen österreichischen Meisterschaften im Orientierungsfahrern, Herbert Kriechbaumer wurde Zweiter, Astrid Schöftner aus Gallspach wurde Dritte.
Zu den Förderern und Sponsoren der Veranstaltungen zählten unter anderem die Gemeinde Schönau, die Mühlviertler Alm und ihre 13 Reitvereine, das Land OÖ, der Österreichischen Pferdesportverband (ÖPS), die Raiffeisenbank Mühlviertler Alm sowie die Oberösterreichische Versicherung.
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