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Mühlviertler räumen bei ÖM ab

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ÖM in Wattens: Scharinger, Fercher und Hollensteiner holen Gold. Mühlviertel zum 3. Mal in Folge erfolgreichster Verein. Vier Mühlviertler im EM-Aufgebot.

 

Mit drei Gold, zwei Silber und vier Bronzenen festigte das UJZ Mühlviertel bei den Staatsmeisterschaften in Wattens, die erstmals über zwei ausgetragen wurden, seinen Status als bester Verein des Landes.

 

Außerordentliche Beachtung fanden die Titelkämpfe, da sie als letzte Quali-Chance für die Heim-Europameisterschaften in Wien (22. bis 25. April) galten. Umso erfreulicher, dass sich mit Peter Scharinger (bis 73 kg/Steckbrief), Albert Fercher (bis 81 kg/Steckbrief) und Marianne Hollensteiner (plus 78 kg/Steckbrief) gleich drei Mühlviertler auf das oberste Podest stellen konnten.

 

Die drei Titelträger plus Georg Reiter (Dritter bis 66 kg/Steckbrief) berief ÖJV-Teamchef Udo Quellmalz auch in sein EM-Aufgebot. Während Scharinger und Fercher im Einzel zum Zug kommen, werden Hollensteiner und Reiter aller Voraussicht nach nur im abschließenden Teambewerb zum Einsatz komme.

 

Vom Krankenbett auf den Staatsmeisterthron

 

Zurück zu den Entscheidungen in Wattens: Albert Fercher ging mit dem glatten Ipponsieg im Finale über den Wiener Manuel Reichmann wohl endgültig der Knopf auf. "Endlich hat es einmal geklappt", jubelte der Lackener erleichtert über seinen ersten Titel.

 

Dass er das Zeug dazu hat, hatte der 21-Jährige in der Vergangenheit schon oft bewiesen. Bei den Staatsmeisterschaften haperte es aber zumeist an der Umsetzung.

 

Auch diesmal machte ihm ein grippaler Infekt beinahe einen Strich durch die Rechnung. An Training unter der Woche war kaum zu denken. Die fehlende Spritzigkeit und Explosivität machte er mit Kampfgeist wett.

 

Scharinger macht's mongolisch

 

Für Peter Scharinger wurde das Finale gegen den Wiener Marcel Ott zu einer wahren Nervenschlacht. Denn bei einer Niederlage hätte seine EM-Teilnahme noch einmal gehörig zu wackeln begonnen.

 

Im Endkampf geriet Scharinger gegen den destruktiv kämpfenden Ott durch einen Beinfeger früh in Rückstand. "Ich war mir nicht mehr sicher, ob ich das noch aufholen kann", gestand der Pürnsteiner im Nachhinein. Scharinger stellte daraufhin seine gesamte Taktik um, ging direkt in den Mann hinein.

 

"Das hat sich Peter von den Mongolen abgeschaut", grinste UJZ-Trainer Josef "Pepi" Reiter. Und das half: Wertung um Wertung holte Scharinger auf, ehe er in der Verlängerung seinem Gegner die entscheidende Bestrafung (für Inaktivität) aufzwingen konnte. Damit war der zweite Titel des 23-Jährigen perfekt.

 

Mut zum Risiko belohnt

 

Marianne Hollensteiner wollte unbedingt zur EM und setzte deshalb alles auf eine Karte: "Mit einem Wechsel in das Schwergewicht und dem Titel, nimmt mich Udo (National-Coach Quellmalz; Anm.) wahrscheinlich mit zur EM", spekulierte die 26-Jährige im Vorfeld.

 

Ihr Plan ging auf. Mit drei klaren Siegen holte sie sich ihren ersten Staatsmeistertitel unter dem Namen Hollensteiner. Als Marianne Morawek (so der Mädchenname) hatte sie ja bereits deren sieben.

 

Junge Mühlviertler als Favoriten-Schrecks

 

Für großes Aufsehen sorgte Mühlviertels Nachwuchsgarde rund um Driton Shala (bis 66 kg/Steckbrief) und Peter Pfistermüller (bis 81 kg/Steckbrief). Gleich im ersten Kampf des Tages gelang Shala mit einem Ipponsieg über den amtierenden Staatsmeister und EM-Starter Andreas Mitterfellner aus der Steiermark die Sensation des Tages.

 

Um nichts nach stand Shala Vereinskollege Pfistermüller, der zum Auftakt den Flachgauer Titelverteidiger und ebenfalls EM-Starter Hannes Wartbichler zermürbte und schließlich durch eine Bestrafung sensationell in die Knie zwang.

 

Die Mühlviertler "Staatsmeister-Schrecks" verloren allerdings ihre Folgekämpfe und schieden aus. Ihre Visitenkarten haben sie damit aber abgegeben.

 

Alle Platzierten des UJZ Mühlviertel im Überblick:

 

1. Peter Scharinger (bis 73 kg)

1. Albert Fercher (bis 81)

1. Marianne Hollensteiner (plus 78)

2. Katharina Kaiser (bis 48)

2. Julia Schiefermüller (bis 57/unterlag im Finale nur Sabrina Filzmoser)

3. Gregor Brandtner (bis 60)

3. Reinhold Pühringer (bis 60)

3. Georg Reiter (bis 66)

3. Daniel Allerstorfer (plus 100)

 

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