SPORTUNION-Enquete Schule & Sport in Kooperation mit dem VP-Parlamentsklub
zurück Als gemeinsamer Tenor der Politiker und Experten kann festgehalten werden:
"Sport und Bewegung fördern die Gesundheit, erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, führen zu deutlichen Kompetenzgewinnen und beeinflussen die kognitive, emotionale, soziale und motorische Entwicklung der Kinder nachhaltig positiv. Auch die Bedeutung von Sportangebote in den über 15.000 Sportvereinen und von Sportveranstaltungen für die Gesellschaft wie etwa Wirtschaft, Tourismus oder Integration ist unbestritten. Aufgrund dieser Leistungen gehören ausreichende und gute Sport- und Bewegungsangebote zur Kernaufgabe der modernen Schule von heute.
Der Sport wird in einer modernen Betrachtung um den Bewegungsbegriff erweitert. Der Sport soll in der Schule durch die Talentauswahl nicht nur einzelne spätere Spitzenleistungen ermöglichen, sondern jede einzelne Schülerin / jeden einzelnen Schüler zu regelmäßiger Bewegung motivieren. Die Aufgabe einer verantwortungsvollen Bildungs- und Sportpolitik ist es daher, zeitgemäße Rahmenbedingungen für den Sport in der Schule zu schaffen und die Kooperation zwischen Sport und Bildung zu verstärken.
Daher treten wir als Ergebnis der Enquete "Schule und Sport" vom 22. September 2011 im Parlament für die Umsetzung folgender Punkte ein:
- Die Ermöglichung der täglichen Bewegungseinheit in Kindergärten und
Schulen bleibt für uns prioritäres Ziel. Wie im Regierungsübereinkommen festgeschrieben, müssen dabei insbesondere
die Angebote des organisierten Sports, gerade in der Ganztagesbetreuung der primäre Partner für die Schulen sein.
- Am Bildungsstandort (Kindergarten, Volksschule, weiterführende Schulen) sind Kooperationsmodelle mit dem außerschulischen Sport zu fördern, um eine flächendeckende Versorgung mit qualitätsgesicherten
Sport- und Bewegungsangeboten für die österreichischen Schulen sicherzustellen. Dabei sollen insbesondere schulnahen Sportvereinen die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Kooperation geboten werden. Diese bürgernahe und effektive Form der Kooperation muss vordringlich ermöglicht werden.
- Die im Schuljahr 2011/2012 startenden neuen Formen der freiwilligen schulischen Freizeitbetreuung sollen unter Einbeziehung der institutionellen Akteure des organisierten Sports begleitend evaluiert werden. Dabei ist insbesondere auf die Akzeptanz und Attraktivität der Ausbildung zum Freizeitpädagogen, auf die Auswirkung der zusätzlichen Nachmittagsbetreuungsangebote, auf die Verfügbarkeit von Schulsportflächen für Vereine und auf die
Auswirkung auf den Trainingsbetrieb in den Sportvereinen Wert zu legen.
- Schulsport- und Wintersportwochen sind ein fester Bestandteil der Schulkultur, für den Tourismus und das Sportland Österreich von herausragender Bedeutung und sind daher zu erhalten bzw. auszubauen.
- Die Öffnung und Nutzung von Sportstätten soll weiter vorangetrieben werden.
- Pilotmodelle zur Nutzung der Schulinfrastruktur durch Institutionen der Zivilgesellschaft, wie z.B. Sportvereine, für die
Freizeitgestaltung der Bevölkerung in schulfreien Zeiten (wie an den Abenden, Wochenenden oder in den Ferien) sollen eingerichtet, evaluiert und bei Erfolg in ganz Österreich umgesetzt werden.
- In einem Pilotversuch soll die Praktikabilität und Effizienz von fächerintegrierten Bewegungseinheiten erprobt werden. Ein
Mindestangebot an Sport- und Bewegungsstunden muss in allen Schulformen sichergestellt sein.
- Der Sport muss ein zentrales Element in allen Aus- und Fortbildungsangeboten von Pädagog/innen sein."








